Asylpolitik in Dänemark: Menschlichkeit nach strengen Regeln

Die dänische Regierung entschied 2019, angesichts der jahrelang steigenden Asylanträge, das System situationsgerecht anzupassen. Es sieht dort einen Schutz auf Zeit vor, der solange gilt, bis der Fluchtgrund im Herkunftsland nicht mehr besteht. Die Aufnahme als Asylbewerber erfolgt regulär in speziellen Einrichtungen, in denen die Menschen verbleiben, bis über den Antrag entschieden wurde – erst dann werden sie den Kommunen zugeteilt.

Die dänische Regierung setzt außerdem stark auf Abschreckung vor Straftaten. Durch Strafverdoppelung in Problemvierteln soll Kriminalität reduziert und so die Schaffung von Parallelgesellschaften verhindert werden. Dies wird durch einen Verteilungsschlüssel ergänzt, der die Geflüchteten verteilt, sodass diese in die dänische Bevölkerung integriert werden, anstatt sie in großer Menge unter sich zu lassen.

Während nicht alle Aspekte des dänischen Systems für Deutschland zu begrüßen sind, so verzeichnet man dort dennoch einen deutlichen Rückgang von Migration in das Sozialsystem, während Menschen die wirklich vor Krieg und Vertreibung fliehen, dort adäquat versorgt werden. Nach wenigen Monaten können sie dort arbeiten, die dänische Sprache lernen und sich integrieren.

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