Bei den steigenden GEMA-Gebühren für Vereinsveranstaltungen darf sich die Politik nicht wegducken

Wenn etliche Karnevalsvereine Veranstaltungen für die neue Session bereits absagen, weil die GEMA-Gebühren drastisch steigen, gerät ein kultureller Eckpfeiler unserer Gesellschaft ins Wanken. Die GEMA muss einlenken und ihre Tarifstruktur und Vergütungssätze unmittelbar überarbeiten. Denn sonst fällt nicht nur der Karneval ins Wasser – von den Kostensteigerungen sind etliche ehrenamtliche Veranstaltungen aus allen Bereichen betroffen. Sogar Städte und Gemeinden haben mittlerweile Schwierigkeiten, die Gebührenlast zu stemmen. Diese leidvolle Erfahrung haben bereits Landau mit dem Maimarkt und Bad Dürkheim mit dem Wurstmarkt machen müssen. Gleichzeitig sind viele Künstler auf diese Einnahmen angewiesen, sodass deren berechtigter Anspruch mit dem Machbaren der Veranstalter harmonisiert werden muss. Zeigt sich die GEMA unkooperativ, muss die Politik aktiv werden. Bayern hat beispielsweise einen Pauschalvertrag mit der GEMA geschlossen, der es gemeinnützigen Vereinen ermöglicht, vier eintrittsfreie Feste ohne Lizenzkosten veranstalten zu können. So gestaltet man die politische Würdigung des Ehrenamts.

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