Fachkräftemangel endlich gegensteuern: Immer mehr Produktionspotenzial geht verloren

Obwohl mit 46 Millionen Beschäftigten ein Rekordwert erreicht ist, fehlen derzeit rund 573.000 ausgebildete Arbeitskräfte. Nach einer neuen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) könnte durch das Schließen dieser Fachkräftelücke das Produktionspotenzial in diesem Jahr um 1,1 Prozent oder 49 Milliarden Euro gesteigert werden. Die Deutsche Industrie und Handelskammer (DIHK) geht sogar von 100 Milliarden Euro aus, um die sich die Wertschöpfung in Deutschland erhöhen ließe. Doch dieses Delta wird sich noch weiter vergrößern, wenn man bedenkt, dass jährlich 400.000 mehr Menschen den Arbeitsmarkt verlassen, als junge Menschen dazukommen. Um hier Abhilfe zu schaffen, müssen beispielsweise mehr Arbeitslose in Arbeit gebracht werden – aktuell nimmt nur ein Drittel entsprechende Fördermaßnahmen zur Weiterbildung in Anspruch. Außerdem ist es zwingend notwendig, Anreize für Mehrarbeit zu schaffen, anstatt Arbeitnehmern, die mehr leisten wollen, Steine in den Weg zu legen. Und nicht zuletzt braucht der deutsche Arbeitsmarkt weniger illegale Migration und deutlich mehr hochqualifizierte Zuwanderung. Wenn Bundeskanzler Olaf Scholz in dieser Krise lediglich die Erhöhung des Mindestlohns einfällt, ist das ein wirtschaftspolitisches Armutszeugnis.

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