Tschechien: So bringt man geflüchtete Ukrainer in Arbeit

Obwohl ukrainische Kriegsflüchtlinge mit der Erhalt der Aufenthaltserlaubnis in Deutschland arbeiten dürfen, lag der Anteil der Beschäftigten im vergangenen Jahr bei lediglich 19 Prozent. Ein völlig anderes Bild zeigt sich bei unseren tschechischen Nachbarn. Dort haben ganze 66 Prozent der Ukrainer Arbeit gefunden – Tendenz steigend. Die Erklärung für diesen eklatanten Unterschied liegt auf der Hand: Während die Bundesrepublik den Ukrainern in diesem Jahr knapp 6 Milliarden Euro an Bürgergeld auszahlt, hat Tschechien seine Sozialleistungen gekürzt und gleichzeitig den Zugang zum Arbeitsmarkt vereinfacht. Die Integration der Flüchtlinge wird auch dadurch erleichtert, dass meist ein Besucht bei der Behörde genügt, um alles Notwendige zu erledigen. Dabei ist nicht zu unterschätzen, wie viele Ukrainer die Tschechische Republik im Verhältnis aufgenommen hat. Als mittlerweile größte Minderheit im Land kommen auf 1.000 Einwohner etwa 33 Ukrainer. In Deutschland liegt dieser Wert lediglich bei 13. In der Folge plant die tschechische Regierung, dem Fachkräftemangel im Gesundheitssystem mit ukrainischen Arbeitskräften wirksam zu begegnen. Ein Plan, der auch Deutschland gut zu Gesicht stehen würde.

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